Umzug nach Heilbronn wohl fix, Arbeitssieg gegen dezimiertes Trier
Ein sehr wichtiger Tag für den SGV Freiberg mit der Bekanntgabe des Umzugs ins Heilbronner Frankenstadion, endete in Nöttingen mit einem Arbeitssieg gegen die Eintracht aus Trier. Die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku schlug die Moselaner in der Kleiner Arena, wohin die vor zehn Tagen im heimischen Wasenstadion ausgefallene Partie verlegt worden war. Dabei mussten die Gäste rund 40 Minuten in Unterzahl agieren, konnten den 0:1 Rückstand aus der ersten Halbzeit nicht mehr egalisieren.
Beim SGV ersetzte der in Balingen gelb-gesperrte Abou Ballo den jungen Tim-Niklas Pietzsch auf der rechten Abwehrseite. Bei Trier fiel neben dem nach seiner fünften Gelben Karte gesperrten Maurice Wrunsch kurzfristig mit Henri Weigelt eine weitere Defensivstammkraft aus. Zur Pause führte der Tabellenführer glücklich mit 1:0 durch einen Treffer von Kapitän Marco Kehl-Gomez, der einen Freistoß aus 25 Metern aus dem Stand mit der Innenseite rechts an der Mauer vorbei wunderschön im Torwarteck versenkte.
Kehl-Gomez mit sehenswertem Treffer
Weil aus dem Spiel heraus nur wenig zustande kam gegen giftige, lauf- und einsatzfreudige Gäste musste ein Standard her. „So einen Freistoß habe ich von ihm gefordert. Wir hatten schon 30 zentrale Freistöße, jetzt hat es geklappt“, meinte Lushtaku schmunzelnd zum Traumtor seines Kapitäns.
Die einzige und entsprechend beste Chance in der ersten Hälfte hatte Minos Gouras nach einem Sprint, aber Lucas Laux konnte den Schuss von Gouras noch zur Ecke klären. Die Trierer, pausenlos angefeuert von ihren rund 100 Fans, verzeichneten mit ihrer mutigen Spielweise nach 45 Minuten ein Eckenverhältnis von 6:1 und drei dicke Torchancen.
Keeper Grawe rettet mehrfach
Überragend rettete SGV-Torhüter Benedikt Grawe bei einem Kopfball von Dominik Kinscher (24.) und einem Fallrückzieher des Ex-Freibergers Frederik Rahn (39.). Gefährlich nahe am SGV-Tor strich der Schuss von Kinscher aus 18 Metern vorbei (17.).
Schiedsrichter versagt Trier möglichen Elfmeter
Glück hatten die Hausherren kurz vor der Pause. Diese Szene sah bei einem Rempler im Strafraum von Bryan Adigo an Fabio Lohei stark nach Elfmeter aus. Der bis dahin offensiv auffälligste Trierer Lohei musste ab der 55. Minute nach Gelb-Rot für Ömer Yavuz defensiv aushelfen. Nach 56 Minuten brachte SGV-Coach Lushtaku mit Marius Köhl, Nicklas Shipnoski und Gal Grobelnik drei neue Offensivkräfte ins mittlerweile doch ungeordnete, von vielen Fouls unterbrochene Spiel.
„Ich hätte mir nach der Führung und den Einwechslungen Entlastung gewünscht, das war aber nicht der Fall“, so Trainer Lushtaku. Auch in Überzahl bekam das Team keine Dominanz ins Spiel. Trier spielte auch dezimiert weiter nach vorne, drängte auf den Ausgleich und hatte in der Nachspielzeit noch eine dicke Chance, aber der Schlenzer von Hokon Sossah strich knapp am Tor vorbei.
Der Torschütze Kehl-Gomez kommentierte die Partie so: „Es war wie immer gegen Trier, die spielen robust und Männerfußball. Es war ein Kampfspiel. Loben muss ich unseren Torwart Benedikt Grawe, der uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten hat. Nach der Nachricht mit dem Stadion wollten wir unbedingt einen Dreier holen.“







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