Freiburg führt zur Pause durch den Treffer von Eggestein
Gegenüber dem 2:4 in München stehen hier vier Änderungen auf dem Spielberichtsbogen. Mittelstädt, Demorović, Undav und Nartey beginnen, während Vagnoman, Tiago Tomás und El Khanouss auf der Bank Platz nehmen. Jeltsch fehlt aufgrund einer Bauchmuskelverletzung komplett im Kader.
Beim Gast aus Freiburg ändert Trainer Schuster sein Team auf sechs Positionen. Das beginnt im Tor, wo Müller im Pokal Wettbewerb Atubolu ersetzt. Bei den Feldspielern rücken gegenüber dem 2:1 gegen Heidenheim Scherhant, Höler, Kübler, Günter und Ogbus auf die Bank. Neu dabei Lienhart, Suzuki, Beste, Treu und Makengo.
Aufgrund des Nebels aus Richtung der Cannstatter Kurve hatte Schiedsrichter Tobias Welz die Begegnung mit drei Minuten Verspätung angepfiffen. Von Beginn an wurden die Zweikämpfe bissig, teilweise mehr als das, geführt.
Den ersten Warnschuss gab in der 7.Minute Nationalstürmer Undav aus der Distanz ab. Dieser Versuch ging deutlich über den Kasten und Müller musste nicht eingreifen. Dieses für beide Seiten mehr als wichtige Spiel blieb sehr zerfahren. Torchancen, hüben wie drüben, Mangelware.
Die erste "dicke Chance" des Spiels hatten in der 17.Minute die Gäste. Grifo war von links nach innen gezogen, hatte mit seinem feinen Pass Eggestein gefunden. Der wurde von Stiller noch etwas bedrängt, konnte die Kugel nur aus spitzem Winkel Richtung Tor bringen. Müller machte sich groß, konnte parieren. Aufgrund des Kontaktes von Stiller forderte Eggestein Elfmeter. Das war sowohl dem Schiedsrichter, als auch dem VAR nicht genug Berührung.
Eggestein zur Führung der Breisgauer
Eine geschenkte Ecke ging der Führung des Sportclub voraus. Stiller war der Rückpass komplett verrutscht. So kam die Ecke in der 28.Minute rein. Leweling war in der Abwehrsituation der Ball zu kurz geraten und Ginter kam zum Kopfball, brachte den Ball in die Zentrale. Dort reagierte Eggestein am schnellsten, spitzelte den Ball an Nübel vorbei ins Tor.
Auch nach einer guten halben Stunde ließ der Gast wenig zu. Keine leichte Aufgabe für die Schwaben. Gefahr für das Tor von Müller in der 40.Minute. Stiller hatte Undav in Szene gesetzt, der legte quer zu Demirović. Der Stürmer zog aus zentraler Postion ab, etwas zu hektisch und über das Tor. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit die nächste Chance für Stuttgart. Leweling hatte abgezogen, Undav raffiniert durchgelassen. Die Kugel ging nur knapp links am Tor vorbei.
Die Nachspielzeit betrug zwei Minuten, dann war Pause in einer Partie mit wenigen Höhepunkten.
Es geht in die Verlängerung
Undav gleicht aus und Stuttgart drückt weiter
Personell ging es unverändert in den zweiten Abschnitt. Die erste Initiative ging von Undav aus, der gleich zu Beginn einen Freistoß rausholte. Die Flanke landete allerdings auf dem Kopf von Ginter, der klären konnte.
In der 49.Minute die bisher größte Chance des VfB auf den Ausgleich. Leweling kam nach einer Kopfballvorlage von Demirović an den Ball, spielte quer an den Fünfer zu Führich. Der kam zum Abschluss, schoss aber links vorbei. Zwei Minuten später kamen dann auch die Gäste erstmals in den Angriff. Manzambis Abschluss wurde allerdings geblockt (51.). Auch wenn die Hausherren hier bemüht waren, stand Freiburg sehr gut, lief viele Räume zu. Nadelstiche konnten die Gäste ebenfalls setzen. So in der 55.Minute.
Da war plötzlich Manzambi frei vor Nübel aufgetaucht und Chabot konnte nur in letzter Sekunde retten.
Doppelchance VfB nach einer Stunde Spielzeit. Zunächst flog der Ball durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei. Mit der nächsten Welle brachte Undav den Ball zurück, fand Stiller. Der konnte auch aus kurzer Entfernung nicht einschieben, da Müller gut abgetaucht war. Zwei Minuten später kürzer Jubel bei den Heimfans nach Treffer Stiller. Zu früh; stand doch Demirović vor seinem Pass zu Undav im Abseits.
In der 63 Minuten der erste Wechsel bei den Hausherren. El Khanouss ersetzte Nartey. War die Begegnung in der ersten Hälfte noch sehr zerfahren, glich sie nun einem offenen Schlagabtausch.
Ausgleich durch Undav
Dieser Treffer zählte. Nach einer vergebenen Chance der Freiburger durch Suzuki ging es über El Khanouss in der 70.Minute rasant Richtung Gegenseite. Keine 20 Sekunden waren verstrichen und Undav konnte den Konter ins lange Eck von Müller abschließen. Unmittelbar nach dieser Treffer kam Scherhant beim Sportclub für Grifo (71).
Die Schluss-Viertelstunde war angebrochen und nun mussten sich die Gäste etwas schütteln, sich neu erfinden. Der VfB hatte mittlerweile das Kommando übernommen und ließ nicht nach.
Pfosten rettet für Freiburg
Welch eine Szene in der 82.Minute: Undav hatte von der rechten Strafraumkante gepasst, oder vielleicht doch abgezogen? Lienhart hatte abgefälscht und der Ball ging an den Pfosten. Müller hatte da ebenfalls noch die Fingerspitzen dran.
Erneuter Wechsel Freiburg in der 84.Minute. Höler ersetzte Matanović. Drei Minuten später die nächste Möglichkeit, erneut Stuttgart. El Khanouss hatte abgezogen, Müller aber sicher pariert.
Die Nachspielzeit wurde mit vier Minuten veranschlagt und Führich kam in der 92.Minute klassisch für ihn, von links nach innen gezogen, zum Abschluss. Müller wieder der Sieger. Eine Minute später der nächste Angriff über El Khanouss. Der war links durch legte quer zu Undav und der scheiterte erneut an Müller.
Pause in der MHP-Arena.
Treffer in der letzten Minute zum Finale
Joker Tiago Tomás erlöst sein Team mit spätem Hackentor
Wechsel zu Beginn der Verlängerung. Demirović blieb draußen, neu für ihn dabei Tiago Tomás.
Treffer Höler zählt nicht
Die erste Minute lief und Höler vermeintlich mit der erneuten Gästeführung. Der war durchgebrochen, an Nübel vorbei eingelocht. Beim Zuspiel hatte er aber gegen Chabot zu stark mit dem Körper gearbeitet. Stürmerfoul und kein Treffer.
El Khanouss an den Pfosten
Die Aktionen rissen nicht ab. In der 96.Minute eröffnete El Khanouss zu Undav, der Führich anspielte. Dessen Abschluss ging rechts an den Pfosten.
Nächster Wechsel beim VfB in der 98.Minute. Jaquez kam für Hendriks. In der 103.Minute wieder El Khanouss. Von Undav überragend abgelegt, kam die Kugel an und El Khanouss scheiterte erneut an Müller. Eine absolute Weltklasse-Parade.
Zwei Hälfte der Verlängerung lief
Der Druck der Gastgeber ließ nicht mehr nach. Auch mit Beginn der zweiten Hälfte der Crunchtime blieb Stuttgart auf dem Gaspedal.
Die Minuten liefen runter und alle Protagonisten konnten sich zeigen. Auf Seiten der Schwaben oftmals Undav, beim Sportclub Ginter. Dessen Nichtnomininierung durch Bundestrainer Nagelsmann, hier heute im Stadion, wurde weiter in den Medien bespielt. Doppelter Tausch noch einmal für den VfB. Vagnoman und Bouanani kamen für Führich und Undav.
Siegtreffer Stuttgart durch Tiago Tomás
Die letzten Minuten der Verlängerung liefen. In buchstäblich letzter Sekunde nutzten die Gastgeber die wohl letzte Chance und der Joker, Tiago Tomás, brachte sein Team mit dem Absatz, nach Zuspiel Bouanani, in Führung.
Die Antwort der Gäste durch Günter. Dessen Schuss aber hauchdünn links vorbei.
Und das war es in Stuttgart. Schiedsrichter Welz beendete dieses Spiel und der Titelverteidiger fährt nach Berlin, fordert dort die Bayern.







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